Franz Wänninger

Rosen zum Träumen

Der Winter kommt, sind wir vorbereitet?



























 




















































Rosenpflege von Mai bis Oktober


Beim Sommerschnitt der büschelblühenden Rosen (Floribunda usw.) wird nach der Blüte der komplette verblühte Blütenstand bis zum ersten Blatt entfernt. So kann die Rose wieder schnell durchtreiben und neue Blüten bilden. Wenn Sie ein ganzes Beet der gleichen Sorte büschelblühender Rosen haben, sollten diese komplett zurückgeschnitten werden, wenn ca. 80 %  der Rosen auf dem Beet verblüht sind. Also nicht die einzelnen Blüten nach dem Verblühen entfernen, denn sonst bekommen Sie keine zweite Vollblüte zur gleichen Zeit.


Bei Edelrosen und Tee-Hybriden wird bis auf das erste vollständige Blatt zurückgeschnitten, das oft erst das dritte oder sogar fünfte Blatt sein kann. Das Auge an dieser Schnittstelle ist das stärkste und treibt am schnellsten durch und bildet schon bald wieder Blüten.

Wichtig ist auch, dass die Rosen, die ja Tiefwurzler sind, im Sommer nicht jeden Tag mit dem Schlauch oder Rasensprenger von oben gegossen werden. Dadurch werden Pilzkrankheiten jeder Art gefördert, was man ja nicht will. Rosen, die nicht gerade frisch gepflanzt worden sind, vertragen im Sommer schon einmal 4 Wochen ohne Regen. Wenn sie dann gegossen werden, sollte von unten mit der Kanne oder mit dem Schlauch mit einem Jute/Kartoffelsack vorne an den Schlauch gesteckt und befestigt, durchdringend gewässert werden (20 - 30 Liter pro Rose).

Bei beißenden Schädlingen soll mit einem entsprechenden  Mittel gespritzt werden. Das erfordert eine tägliche Kontrolle der Rosen, so dass bei Befall sofort reagiert werden kann. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er die Schädlinge bekämpfen will und welche Spritzmittel  er verwendet. Gegen beißende Schädlinge wird nicht vorbeugend gespritzt. 
     
Gegen pilzliche Krankheiten wie Mehltau, Sternrußtau, Rost, falschen Mehltau usw., muss ab Ende Mai/Anfang Juni vorbeugend gespritzt werden. Sobald man die Knospen gerade fassen kann, wird mit einem geeigneten Mittel gespritzt, wie z.B. Saprol, Baymat usw. Über das Jahr verteilt sollten diese Spritzungen ungefähr 3 - 4-mal durchgeführt werden. 

Bei Befall mit Mehltau sollten innerhalb von 7 Tagen zwei Spritzungen durchgeführt werden, um den Befall in den Griff zu bekommen. Bei Befall mit Mehltau wurden mit Milch gute Erfahrungen gemacht, und zwar in einem Verhältnis von einem Teil Milch und acht Teilen Wasser.

Eine Behandlung mit einem Blattstärkungsmittel hat nur Erfolg, wenn sie schon nach der Blattbildung konsequent und regelmäßig alle 14 - 18 Tage durchgeführt wird und der Befallsdruck nicht zu groß ist. Mit „Vitanal sauer Kombi“ 2%ig wurden schon gute Erfahrungen gemacht. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Bei Befall mit Sternrußtau und falschem Mehltau sollten die abgefallenen Blätter aufgelesen und im Hausmüll entsorgt werden. Nicht auf den Komposthaufen geben, da die Krankheit sonst zurückkommt. Nach der Blätterentsorgung soll innerhalb von 12 Tagen mit einem geeigneten Mittel ebenfalls zweimal gespritzt werden.  

Schachtelhalmbrühe, Brennnesselbrühe usw. können ebenfalls  verwendet werden. Sie nützen aber nur sehr wenig, sobald  der Befall eingetreten ist. Da diese Mittel mindestens jede Woche ausgebracht werden müssen und die Rosenblätter das viele Wasser auch nicht so gut vertragen und krank werden können, fördert man dadurch bei vorhandenem Befall diese Krankheiten noch. Es kann dies aber jeder selbst einmal versuchen und seine eigenen Erfahrungen machen.

In Gegenden, wo es milder ist und keine so harten Winter vorkommen wie bei uns in der Oberpfalz, kann Mitte Juni noch eine zweite Düngung vorgenommen werden. Allerdings nicht mit einem Langzeitdünger, da die Wirkung sonst zu lange anhält.

Bodenbearbeitung sollte nach jedem starken Regen erfolgen und die obere Schicht im Gartenboden sollte gelockert werden. Wenn möglich sollte eine Mulchschicht aus grobem Streu oder Stroh aufgelegt werden. Auch eine Schicht von 2 - 3 cm fertigem Kompost kann alle 2 - 3 Jahre ausgebracht werden. Es können auch niedrige Bodendecker (in weiß, gelb, Silber, grün) bis 20cm Höhe unterpflanzt werden. Aber immer aufpassen, dass die Rosen noch genug Luft zum Atmen bekommen.Auf keinen Fall sollten Sie Rindenmulch verwenden. Durch die Gerbsäure und den Stickstoffverlust durch das Aufsaugen in den Rindenmulch, kann sich die Rose nur schlecht entfalten und der Sternrußtau ist vorprogrammiert.

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Kasseler Rundgespräch

Jetzt im September war ich beim Kasseler Rundgespräch in der GRF in Dortmund, dort ging es dieses mal um Rosenduft

und alles was dazu gehört, viele Duftrosen wurden bei der Vorträgen gezeigt aber auch über Gewinnung von Rosenwasser

und Rosenöl und dessen Verwendung wurde gesprochen und ebenso die Anwendung gezeigt. Auch der Duftvortrag wie

Düfte entstehen und wie wir sie wahrnehmen war ein schöner und sehr interessanter Vortrag vom Duftprofessor das sage ich

jetzt einmal so, genauso der Vortrag von Frau Vemmer, und der Vortrag von Thomas Proll von der Firma Kordes über Duftrosen.

Die Einstimmung erfolgte mit Frau Nasarian-Eckstein, mit der die Anwendung mit Rosenwasser und Rosenöl praktiziert wurde,

so dass wir völlig entspannt das Rundgespräch verfolgen konnten, um anschließend in lockeren Runden darüber zu sprechen,

was meiner Meinung sehr wichtig ist.


Kassler Rundgespräch 2

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Rosenfreunden vom Freundeskreis Dortmund der GRF und des Rosariums Dortmund bedanken für Ihre Gastfreundschaft und die tolle Regie für das Rundgespräch, dass sie mir auch noch ein Treffen mit meinen alten Freund und Rosenzüchter Hermann Wennmann  der inzwischen auch schon 94 Jahre jung ist, durch den Feundeskreisleiter Hermann Kopp ermöglichten konnten. Fand ich persönlich sehr schön!

Wie sie an den schönen Bildern von Uli Perppet sehen können, hatten Hermann und ich reichlichen Gesprächsbedarf und sehr viel Freude über unsere Blume die Rose und auch einiges persönliches zu besprechen.






























Rosenkongresses 2016

Am Rande des Rosenkongresses 2016 der Gesellschaft deutscher Rosenfreunde kurz GRF genannt.

Nach einer sehr, sehr langen Anreise aus Altenstadt in der Oberpfalz/Bayern nach Wilhelmshafen, waren wir schon etwas müde. Waren doch meine Frau und ich, dort am Jadebusen der Nordsee bis jetzt noch nie.

Wir waren angenehm überrascht von dieser schönen Stadt, dem Meer, den vielen Grün und als Glanzpunkt für Rosenfreunde das schön gestaltete zauberhafte Rosarium mit vielen schönen Rosen die wir bewundern durften. 

Zum offiziellen Programm wie Jahreshauptversammlung, Wahlen und den speziellen Sitzungen der einzelnen und gesamten Freundes-, und Arbeitskreise die schwerpunktmäßig am Samstag vormittags stattfanden, lies uns doch Spielraum, die restlichen Veranstaltungen wie  Stadtrundfahrt, Besichtigungen verschiedener Museen,  Hafenrundfahrt im Außenhafenbereich mitzumachen.

Wir durften noch eine Führung durch die Salzwiesen(kannten wir bisher noch nicht)  nach dem Damm teilnehmen was uns gut gefiel. Ein Grillabend  im Rosarium am Abend mit einer Rosentaufe, einer wunderbaren Rose von der Fa. Kordes-Rosen auf den Namen „Wellenspiel“,  der gut zu Wilhelmshafen passt, war einer der Höhepunkte bei diesen Kongress,. Ebenso der Gesellschaftsabend am Tag darauf mit Tanzvorführungen für die Zeit um 1900 in den damals original Gewändern und mit der Musik von damals wie z.B. Berliner Luft. Zwischen durch wurde sehr gut gespeist und auch getrunken, wir wurden dabei von einer Big Band  mit Jazz und Swing unterhalten. Ein gegenseitiges Kennenlernen oder Wiedersehen von Bekannten mit vielen Gesprächen rundeten den Abend ab. 

Am Vormittag des letzten Tages konnten wir noch 2 Vorträge besuchen. Einen über das Rosarium von Frau Harms-Thiemann und anschließend über die ADR-Prüfung und Sortenschutz der Rosen von Dr. Burkhard Spellerberg.

Wer jetzt noch  Gärten besuchen wollte konnte nach Bad Zwischenahn mitfahren und unter anderen noch die Themengärten in ihrer Vielseitigkeit und Farbenbracht bewundert, genauso konnten auch Privatgärten besucht werden.

Den Rosenfreunden dort ob im Freundeskreis der GRF, oder Förderverein des Rosariums und allen Verantwortlichen der Stadt Wilhelmshafen, genauso wie der Gesellschaft deutscher Rosenfreunde kurz GRF, ein großes Dankeschön dafür.

 

Franz Wänninger

 


 Veitshoechheim



Erlabrunn

im Garten Konrad


Erlabrunn

im Garten Körber



Rosenstadt Eltville   













 

Der Rosengarten im Frühjahr

 















Einiges was im Frühjahr geschehen sollte:

Jetzt auf Schnee kann gut die Naturdünger wie abgelagerter Pferdemist, Kuhmist usw. ausgebracht werden. Genauso kann auch Gekalkt werden, so der PH-Wert des Bodens zu sauer für die Rosen ist er sollte so zwischen 5,5 und 6,5 liegen, also leicht sauer bis normal.


Man nimmt gelöschtes Branntkalk Granulat (lässt sich leichter ausbringen als fein gemahlener Kalk) die benötigte Menge errechnet sich aus der Bodenprobe die vor den Winter gemacht werden sollte. Das Branntkalk Granulat wird über den Schnee gestreut und kommt mit dem wegtauen des Schnees in den Boden und wird mit der Frühjahres - Bodenlockerung in den Boden gebracht genauso wie der Naturdünger. 


Ab der Forsythien Blüte kann mit dem Rosenschnitt begonnen werden, da diese in jedem Landstrich je nach Temperatur etwas früher oder später ist, wäre dies der richtige Zeitpunkt.

 

Beim Rosenschneiden sollte man auf die Form des Gartens achten! Bei langen schmalen Gärten schneidet man die Rosen am besten nicht zu stark zurück sondern lässt sie wesentlich länger so das sie sich unten nicht zu breit werden, sie wachsen sonst zu breit und buschig was bei diesen Gärten die Wege schlecht begehbar macht, man bleib immer wieder hängen.

 

In normalen und breiten Gärten mit mehr Platz können dagegen ruhig ordentlich runtergeschnitten werden Beetrosen bis auf 3-5 Augen je nach Sorte. Bei Strauchrosen die zwischen 120 bis 170cm hoch werden, sollte man Pyramidenförmig schneiden: seitlich schräg von oben nach unten, die Spitzen werden flach geschnitten. So wird durch diesen Schnitt die Strauchrose von unten bis oben gut belaubt und bekommt viele Blüten.

 

Bei öfter blühenden Kletterrosen stutzt man die Seitentriebe bis auf zwei bis drei Augen oder schneidet auf Astring, das fördert die Blütenbildung. Alte Triebe werden so älter als 4-5Jahre bis zur Basis entfernt, so dies noch nicht schon öfter praktiziert wurde, nur das erste mal 1-2 Triebe entfernen je nach Wuchskraft dieser Rosen, der Rest wird für das nächste Jahr aufgehoben. Sie werden sehen für jeden entfernten alten Trieb gibt es zwei bis 3 neue Triebe noch im gleichen Jahr wo sie auch gleich blühen.

Um viele Blüten an den Kletterrosen zu bekommen werden die Langtriebe wie Spalierobst seitlich verlegt und nur einen Hauptrieb gerade noch oben wachsen lassen.

 

Einmal blühende Beet-, Strauch- und Kletterrosen schneidet man nicht im Frühjahr, sie werden erst im Sommer nach der Blüte geschnitten, da sie erst am zweijährigem Holz blühen. Sollten sie im Frühjahr geschnitten werden, werden mit dem Schnitt alle Blüten entfernt und es blüht nichts in diesen Jahr.

 

Noch etwas über Pflanzenschutz

 

Kaum haben sich im Frühjahr die ersten jungen Triebe an den Rosen gebildet sind auch schon die Blattläuse da die darauf schon sehnlichst warten, Feinde für sie gibt es zu diesen Zeitpunkt noch nicht.

Also aufgepasst ist es so weit gibt es ein gutes ungiftiges Mittel zum sprühen, spritzen, ganz normales Rapsöl aus der Küche hilft uns gegen diese Blattläuse und andere Schädlinge die bereits da sind:

Man nimmt dazu auf einen Liter Wasser 60-80 Milliliter Rapsöl und gibt noch ein bis zwei Spritzer Spülmittel (z.B. Pril) dies wird gut untereinander gemischt „es geht nur mit dem Spülmittel da sich sonst nichts miteinander vermischt“! Diese Mischung nun mit einer Sprühflasche oder Spritze auf die betroffenen Triebe und Blätter ausbringen und schon hat man den lästigen Saugern die Freude verdorben. Dies alles sollte man nicht bei voller Sonne machen sondern an einen trüben Tag.

 

Im April kann man auch noch etwas Kompost in den Boden einarbeiten sollte man nur alle zwei Jahre machen nicht zu viel 1-2cm auf dem Beet verteilen und leicht einarbeiten, es gibt auch noch sogenannte intelligenten Kunstdünger von verschiedenen Herstellern, drei-oder sechs Monatsdünger diese geben nur je nach Temperatur und Feuchtigkeit über dies Zeit ihre Düngestoffe ab, es ist deshalb keine Überdüngung möglich was auch sehr gut ist auch gegen Mehltau.

 

Franz Wänninger

März 2019



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